Eitelkeit?

Der Verstand ist ein Nachschlagewerk

Das Herz ein Universum

Warum ist die Handlung dann so schlicht?

Ach, Mensch!

 

…ist menschlich!

Wir leben in Zeiten, in denen Mensch alles

können sollen muss. Vom dürfen mal ganz abgesehen.

Nicht, dass jeder mit “ich” oder “wir” begonnene Satz falsch ist.

Personalpronomen gewinnen deutlich durch Betonung.

In letzter Zeit scheinen sie weniger persönlich integrativ,

eher das Gegenteil ist der Fall.

Das fĂĽhlt man fĂĽr einen “Augenblick”.

So viel  Zeit muss sein (dürfen).

Sommerpause?

Meine Sommerpause ist vorbei, was glĂĽcklicherweise nicht damit zusammenhängt, dass ich die Gedanken an der Stechuhr abgeben muss. Obwohl ich manchmal selbst daran (ver)zweifeln muss…

Die Sache mit der alten Kamera – ĂĽber EntrĂĽmpelungen in der Sommerpause

                               Genau, es ist gerade noch Sommerpause. Nachdem sich die Hochdruckwetterlage nicht so recht mit der heiß ersehnten Urlaubswoche vereinigen wollte, mache ich also nur Pause. Da  das erstens hierzulande ohnehin eher die Regel  ist und man sich zweitens auf diesen „Worst-Case“ (klingt nicht soo schlecht, wie es tatsächlich ist) sowieso einrichtet, sind  mal folgende Gedanken formuliert:

Ziel von Sommerpausen ist es, sich zu selbst zu entrümpeln. Manche Menschen tun das gedanklich und recht ortsungebunden. Andere Menschen flüchten davor. Gemeinhin nennt man das „Urlaub“.  Zunehmend mehr versuchen die Gradwanderung von beidem. Experimentelles Malen im Kunstsommer ist „best practice“ („der beste Weg, etwas zu tun“ ist, mit Entschuldigung, deutlich zu lang).  Ich meine das ernst. Man sieht etwas Neues. Ist hier und doch woanders. Nur nicht dort, wo man sonst zu sein gezwungen ist. Beobachte ich nicht nur;  weiß ich, weil so gesehen recht privilegiert (Blick aus dem Atelierfenster…). Wenn man diese Privilegien nicht selbst nutzt, ist man selbst schuld. Da gibt es wenig zu deuteln.  Nun vergisst man gern, dass es Orte gibt, die schon lange sehnsüchtig darauf warten, entrümpelt zu werden. Die Wohnung!?  Also der Ort, an dem man seinen Lebensmittelpunkt wahlweise entweder deklariert, hat, gerne hätte oder an dem man nächtigt…. Kurz dort, wo man hingeht, wenn man sonst nicht weiß oder nichts anderes auf die Schnelle akquirieren kann.  Thema für sich, weil genauso bunt.

Um zur Überschrift zu kommen: In meiner Wohnung lag über Jahre unbeachtet eine Fototasche auf dem Dachboden, an einem der sicherlich am wenigsten frequentierten Orte meines Lebensmittelpunktes (s.o. ). Die Verschaffung dorthin habe ich gegen jeden klugen Ratschlag aller Umzugshelfer veranlasst. Aus gefühlstechnischen Gründen konnte ich die Entsorgung nicht veranlassen, da mir der geschätzte Vorbesitzer gut bekannt war. Wozu sind Dachböden da! Erinnerungen zu horten. Mindestens aber die Erinnerung der Erinnerung.  Ob das Aufbewahren der Erinnerung nun eine Stärke oder Schwäche ist, sei dahingestellt. Was insbesondere weibliche Erzeuger dazu meinen sagen zu müssen, ist hinlänglich bekannt und wird zunehmend stringent ignoriert.

Ach so ja, die Fototasche. Schwer staubig und sehr schwer ist sie, aber mit viel Zubehör von leider schon historischen Firmen bestückt.  Aber, weil mehr Zeit für mehr Neugierde, der Sommerpause wegen, schien sie mir einer näheren Inspektion wert. Ein bekannter,  ambitionierten Neu-Fotograf hat das vor eine Weile kommentiert: „Nä, lohnt nich“. Ist schon eine Weile her, als die Ambition beim Neu-Fotografen aufkam. Heute, nach vielen Auswertungen (Evaluationen) der Testergebnisse ist er aber doch stolzer Eigentümer einer „niegelnagelneuen“, wahrscheinlich aber nicht urlaubstauglichen (s.o.)  C-Kamera. Zumindest bis zur nur nächsten Fachmesse ist da so.

Und meine  „Alte“?  Nein, nein nichts, was man per Internet gegen ein Urlaubswochenende versteigern muss, aber man könnte, wenn man es wirklich wollen würde. Los wird man sie schon. Sie ist zu jung, um als historische Sensation durchzugehen, aber alt genug, um sie im Museum wiederzufinden. Ebendort und bei einigen Liebhabern  finden sich dann auch noch die Bedienungsanleitungen. Und noch besser:  Es  gibt dann Menschen, die feststellen, dass die „Gute“ seit einem Jahrzehnt auf Selbstauflösung (s) steht. Kurz, sie hat sich nur selbst blockiert. Da sie bis auf eine Funktion voll mechanisch läuft, kann man sehr schnell hören, dass sie funktionsfähig ist.

So solide, wie sie anfühlt (schwer), mit den vielen Details, die sie ausstatten, mit den ganzen Bildern, die sie schon festgehalten hat, wird sie mich fordern. Technisch (total!) unversiert, aus künstlerischen Gründen leicht distanziert, glaube ich, dass ich genau mit dieser Kamera  die (für mich) besten Fotos machen werde.

So ist das mit den Sommerpausen und den alten Kameras.

einfach(es) deutsch

Es geht nicht recht, aber tut es doch

es tut’s nicht recht, aber geht schon noch

wenn es läuft, dann schweigen wir

nichts geht, nichts läuft, dann jämmelt ihr 

So einfach ist das!

Heute so

 

Neulich noch spielte man mit GefĂĽhlen

jetzt spielt man lieber mit den Ängsten

heute nennt man es Gesellschaft

früher nannte man das  Zivilisation

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