Archiv der ‘Dan(n)eben Worte’ Kategorie

…schulteraffenfreie ZEIT!

Schulteraffen springen immer wieder in just frei gewordene Plätze. Sie benötigen dafür erstaunlicherweise nichtmal eines Platzeinweisers. Stimmt, füttern reicht ja auch. Wenn man sich zwingt, sich in seiner Tierliebe einmal zu beschränken, springt es sich auch wieder leichter! Nichts gegen Schulteraffen, schließlich gibt es Leute, die sich Hanteln auf die Schultern legen, damit sie später leichter und gestählter dahergehen können. Der Effekt ist wahrscheinlich vergleichbar. Gut zu wissen, dass es sich leicht (lustiger, gerne auch lustvoller), besser gehen lässt… 

Schulteraffen sind also durchaus nette Partner für (die vom Träger) bestimmte Zeit. Wenn der Radau zu groß wird, der Sinn des Radaus längst “Reißaus” genommen hat oder kurz “wenn getrommelt wird, um des Trommelns willen” dann ist die Zeit, wenn es “affig” wird…

…dann macht man einen Streichelzoo auf. Mit ganz viel “Kraulen”. Das ist niedlich…

…wenn es nicht funktioniert

…sind immer andere schuld…oder:

Wenn dem Ikarus die Flügel zu warm werden, liegt es immer am Bodenpersonal…Immer schlecht, wenn mal sowohl Boden als auch Personal aus dem Auge verliert. Flieger, grüß mir die Sonne, die Sterne und den Mond…

Hier unten gibt es noch andere Dinge zu tun…Glücklicherweise.

schon schräg…

…der Flieger. Aber doch beständig. Er fliegt dort immer noch; im andauernden Sturzflug verhaftet, aber noch immer nicht bruchgelandet. Letzte Woche hatte er Pause, weil er vorsorglich von Frau Rosza auf die Heizungsrohre geparkt wurde. Bei den Musikern durfte er wieder einfach das tun, was er kann: Da sein. Genau dort.

CON MUCHO GUSTO im BOGEN - Foto: Dorothea Benke

CON MUCHO GUSTO im BOGEN - Foto: Dorothea Benke

Es ist ein schönes Bild: Der Flieger wie schon länger, die Serie “Am I blue” und die Musik, die eigentlich gar nicht dazu passte, weil viel bewegender und lebhafter (nicht eben blau; bildnerisch eher das gegensätzliche Spektrum). Vielleicht liegt es genau daran: Es geht nicht um passende Bilder, um der Harmonie einen Gefallen zu tun. Es sind immer die Gegensätze, die fordern. “Harmonie” kann jeder notfalls herbeischweigen….

Die Kunstschaffenden der verschiedenen Genres scheint es nur zu  fordern. Nicht, weil jemand wissen möchte, warum es funktioniert; sondern eher, was noch alles funktionieren kann. Genau das ist es. Kunst. Nicht nach Regeln suchen, sondern nach (Un-)Möglichkeiten. Sonst kann man auch in Wissenschaften…Dann ist es zwar belegt, aber nicht mehr so spannend.

» Con Mucho Gusto im BOGEN | Fotoserie von Dieter Meth

Er(-Warten) – Un(-Ruhe)

Befremdlich ist es, die eigene Seite aufzurufen und sich selbst zu sehen. Denn eigentlich drehen sich die Dinge nicht um sich selbst, sondern  man (Mann und Frau; Mensch eben) sich allenfalls mit den Dingen. Gelegentliche Richtungswechsel sind nur nicht verwerflich, sondern oftmals einfach notwendig (”Man” bezeichnet das auch als “Lernen”). Einmal schütteln reicht manchmal. Im Normalfall. Nach vollzogenen Salti mit Schraube darf man (Mensch) auch mal eine Sekunde länger benötigen. Aber natürlich nur, wenn es mindestens doppelt war….

Was hat das jetzt noch mit der Überschrift zu tun? Nichts, aber das ist ja die Kunst dabei…

Ok. Vielleicht doch. Wenn Mensch wartet, weiß er nicht auf wen oder was. Harren, ob dem was passiert. “Erwarten” ist die Sehnsucht auf  Reaktion auf eine Aktion wie z. B. einen einfachen bis dreifachen Salto mit mindestens so vielen Schrauben…Schlimmstenfalls die Steigerung dessen. Dann lässt man allerdings besser das Frühstück weg. Um wen oder was, es sich dreht,  ist dann irgendwie auch egal…und erzeugt einfach nur Unruhe, bei sich selbst, nicht bei anderen.

“Ruhen” ist eine Kunst , nach deren Beendigung, niemand auf etwas wartet und niemand etwas erwartet. “Unruhen”  hinterlassen den bedauernswerten Zustand der Konfusion…an deren Einzelheiten sich später kaum einer erinnern kann…

In diesem Sinne: Schauen Sie ruhig zu, während Sie auf  “Nichts” warten!

Wie exotisch sind Schulteraffen?

Ein guter Bekannter berichtete von “Schulteraffen”. Ursprünglich indischen Ursprungs wurden sie von europäischen Unternehmensberatern adoptiert. Was nichts heißt, da das Dchungelcamp auch exotisch ist. Aber das Affenspiel kann ich besser nachvollziehen. Affen sitzen gerne auf Schultern. Bedauerlicherweise sind einige Schulterpaare deutlich attraktiver als andere. Das trifft meist ganz nette Menschen. “Tierlieb eben”. Die Ursache beschreibt der Europäer eher anders. So wie “etwas schultern”. Z. B. “Affen”. Sinnbildliche, und auch echte Affen. Letztere springen schnell, da sie von naturaus die passenste Schulter wählen und das gerade “Pässliche” schnell wechseln kann. Das nennt man Opportunisten. Aber da ist man auch froh, wenn sie weiterhüpfen, was sie “Affengottseidank” von naturaus auch tun. Beneidenswert ist dabei die Unendlichkeit der Möglichkeiten. Ok. deshalb will ich aber kein Affe sein.

Die Affen, die nur gerade nicht wissen, wohin sie gehören, weil sie anderenorts vergrault wurden; denen kann man helfen, indem man sich bemüht, die andere richtige Schulter zu finden. Das wird sich finden.

 Sich selbst helfen muss man sich indes mit den Affen, für die es auf den ersten Blick keine andere passende Schulter gibt. Wenn sie den Affen mögen, dann tragen sie ihn gern eine Weile herum und schauen gemeinsam nach der passenden Schulter. Sonst könnten Sie ihn alternativ jederzeit runterschubsen.

Schlecht für ihren Rücken sind die Affen, die auf ihrer Schulter alt und dick werden. Passen sie auf, dass das Eigenleben auf ihrer Schulter nicht quasi ganz natürlich Kinder bekommt. Dann werden Sie wenig Spaß, aber HWS entwickeln!

Schauen Sie sich die Affen auf ihrer Schulter gut an. “Trampolin springen, zu schwer werden und Kinder kriegen” ist verboten! Und meiden Sie vor allen Dingen die Menschen, die nur die Affen auf  ihrer Schulter füttern! Es sei denn, Sie wollen das Affenhaus repräsentieren. Gibt es auch. Nur zu!!! Die Zuschauer werden Sie auf jeden Fall begeistern.

Ach ja, eigentlich mag ich Affen, obwohl sie so menschlich sind…

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